Meine lieben LeserInnen, klickt auf die Drossel und lest, wie mein Blog zu diesem Namen kam...

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Donnerstag, 3. März 2011

*Muscari*

und wieder heißt es bei Luzia Pimpinella an diesem Donnerstag:
den Frühling locken mit #4 hyazinthenblau
der meteorologische Frühling ist ja schon seit dem 1. März da und auf den kalendarischen müssen wir  noch etwas warten; ein bisschen geübt hat er aber heute schon und uns mit ein paar Sonnenstrahlen bei nur 3 Grad plus verwöhnt...
Die Traubenhyazinthe
Angenehmes Frühlingskindchen,
Kleines Traubenhyazinthchen,
Deiner Farb und Bildung Zier
Zeiget mit Verwundrung mir
von der bildenden Natur
Eine neue Schönheitsspur.
An des Stengels blauer Spitzen
Sieht man, wenn man billig sieht,
Deiner sonderbaren Blüt
Kleine blaue Kugeln sitzen,
Dran, so lange sich ihr Blatt
Noch nicht aufgeschlossen hat,
Wie ein Purpurstern sie schmücket,
man nicht sonder Lust erblicket.
Aber wie von ungefähr
Meine Blicke hin und her
Auf die offnen Blumen liefen,
Konnt ich in den blauen Tiefen
Wie aus himmelblauen Höhen
Silberweiße Sternchen sehen,
Die in einer blauen Nacht,
So sie rings bedeckt, im Dunkeln
Mit dadurch erhöhter Pracht
Noch um desto heller funkeln.
Ihr so zierliches Gepränge,
Ihre Nettigkeit und Menge,
Die die blauen Tiefen füllt,
Schiene mir des Himmels Bild,
Welches meine Seele rührte
Und durch dieser Sternen Schein,
Die so zierlich, rein und klein,
Mich zum Herrn der Sterne führte,
Dessen unumschränkte Macht
Aller Himmel tiefe Meere,
Aller Welt- und Sonnen Heere
Durch ein Wort hervorgebracht;
Dem es ja so leicht, die Pracht
In den himmlischen Gefilden
Als die Sternchen hier zu bilden.
Durch dein sternenförmig Wesen
Gibst du mir, beliebte Blume,
Ein' Erinnerung zu lesen,
Dass wir seiner nicht vergessen,
Sondern in den schönen Werken
Seine Gegenwart bemerken,
Seine weise Macht ermessen
Und sie wie in jenen Höhen
So auf Erden auch zu sehen.
Barthold Hinrich Brockes (1680-1747)
Quelle:


                                           das Gedicht berührt mich sehr und ich finde es wunderbar, 
ein zauberhaftes Blümchen so liebevoll zu beschreiben

herzliche Frühlingsgrüße im März
von Eurer Traudi

noch mehr hyazinthenblau zeigt Euch Mr. Linky

Kommentare:

  1. Du hast recht, liebe Traudi, ein zauberhaftes Gedicht für eine schöne Blume.
    Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche und lasse liebe Grüße da.....Luna

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  2. Liebe Traudi,

    da fällt mir heute morgen in so früher Stunde nur das Wort "Wow" ein. Wunderschön und danke.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag,
    herzlichst
    Karin

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  3. Was für schöne Zeilen für so ein nettes kleines Gewächs,. ich mag die Kleine auch sehr gern.
    LG von der Maus

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  4. Ein schönes Gedicht und die Traubenhyazinte hast Du auch schön ins rechte Licht gerückt.

    LG inge

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  5. Hallo Traudi,

    Die sind ja wünderschön!!

    So mit die Sonne!!

    Wow ist das richtige wort!

    Lieve groetjes van Thea♥

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  6. Liebe Traudi,
    Ein wunderschönes Foto und ein wunderbares Gedicht!
    Dein Beitrag ist ein gelungener Start in den Tag! Danke
    Einen lieben Gruß Elvira

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  7. Liebe Traudi, allerliebst!!!!

    Liebe Grüße Rosine

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  8. liebe traudi
    das hast du so richtig schön geschrieben....und ich freu mich sehr, wenn der garten wieder anfängt zu blühen....die köpfchen schauen schon mal aus der erde hervor!!!
    liebe grüsse lee-ann

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  9. Hallo liebe Traudi,
    ein schöner Post. Ich mag sowohl die "Kaminfegerle" wie das Gedicht sehr sehr gerne. Gerade weil sie so unermüdlich blühen, keine Ansprüche an die Pflege stellen und von ganz alleine durch den Garten wandern und ihn bevölkern, gehören sie zu meinen Favoriten.
    Frühlingshaft sonnige Grüße
    Bernstein

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  10. Liebe Traudi,

    wie schön, Muscari! Ich liebe ja Frühglingsblüher und da hören diese Blümchen unbedingt dazu.

    Herzliche Grüße

    Anke

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  11. Was soll ich noch sagen!
    Wunderschöööööön!
    Man merkt richtig auf deinem Blog wie der Frühling kommt.
    Und da warten wir doch alle drauf !
    Lg maike

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  12. Liebe Traudi,
    ein superschönes Gedicht für dieses zarte Pflänzchen, welches ich auch sehr gerne mag.

    Liebe Grüße
    Hilda

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  13. Liebstige Namensschwester, es ist wirklich faszinierend und berührend, wieviele Worte ein Dichter für solch ein kleines zartes Blümchen finden kann, wieviel er in ihr sieht und in sie hineininterpretiert! Ich liebe die Muscari auch sehr - und in blau habe ich auch einige Exemplare im Garten (also später dann, wenn sie sich heraustrauen aus der Erde), aber ich hoffe, dass ich sie auch mal in weiß finde... (ist in Ost-Österreich ein eher schwieriges Unterfangen...)
    Ich schick dir herzlichste Vor-Frühlingsgrüße, auf bald, Traude

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  14. Liebe Traudi,

    Ich glaube mein erster Kommentar ist verschwunden irgendwie...
    Vielen Dank noch für dienen Besuch! Das Gedicht über die Muscari und dazu das schöne Bild ist zauberhaft. Auch mag ich den Quote von Johann Wolfgang Goethe sehr den du ganz oben hast!

    Lieber Gruss von ein regenachtiges Georgia...

    Mariette

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  15. Lindo poema!!!! Lindas imagens!!! Realmente um sonho! Beijos, Virginia.

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  16. Wenn es nur schon soweit wäre, dass die Muscari blühen!!
    Schöne Bilder!
    VG
    Elke

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  17. ein wunderbares Gedicht...und ein wunderbares Foto,
    liebe Grüße und eine schöne Woche
    Sylvia

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  18. Liebe Traudi,
    endlich komme ich auch mal wieder dazu Dich zu besuchen. Und gleich so ein schöner inspirierender Post. Ich liebe die kleinen Traubenhyazinthen und kann es kaum erwarten, bis wieder ein blauer Teppich den Garten ziert.
    Das wunderbare Gedicht ist schön ausgewählt zu diesem Post.
    Viele liebe Grüße
    Birgit

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  19. Liebe Traudi,

    was für eine Wohltat-dieses starke Blau und die schönen Zeilen. Ich gehe jeden Morgen in den Garten und versuche die Pflanzen herauszugucken- kann es gar nicht mehr abwarten.

    Herzliche Grüße,
    Carola

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Es ist schön, dass Ihr mich in den unendlichen Weiten gefunden habt
und danke Euch sehr herzlich für Eure netten Kommentare und Komplimente.
Eure Traudi